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Die Stromerzeugung im Juni und Juli 2019

13.08.2019 – Die gesamte Stromerzeugung in Deutschland ist in den Monaten Juni und Juli um 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien stieg um 12,5 Prozent. Konventionelle Energieträger haben ihre Einspeisung im Vergleich zum Vorjahr um 23,7 Prozent reduziert.

Solarpanel und Windkraftanlagen im Sommer.

Die Stromerzeugung in Deutschland aus erneuerbaren und konventionellen Energiequellen betrug im Juni und Juli zusammen 76,3 TWh. Das sind 10,3 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang kann zum einen durch einen geringeren Stromverbrauch, d.h. eine geringere Nachfrage, zum anderen durch Veränderungen im grenzüberschreitenden Stromhandel, d.h. durch höhere Importe etwa im Juni, erklärt werden. Die niedrigste Erzeugung in einer Stunde fand am Sonntag, den 2. Juni, mit 31,6 GWh statt. Der Minimalwert des Vorjahres wurde somit um 8,4 Prozent unterboten. Die höchste Erzeugung in einer Stunde erfolgte am Freitag, den 26. Juli, mit 76,6 GWh.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg in beiden vergangenen Monaten zusammen um 12,5 Prozent auf 35,3 TWh von 31,4 TWh im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Anteil der Erneuerbaren an der gesamten Stromerzeugung betrug in den Monaten Juni und Juli 46,2 Prozent. In den Sommermonaten Juni und Juli wurden insgesamt 12,2 TWh Strom aus Photovoltaik-Anlagen ins Netz eingespeist. Die Höchstwerte aus dem Sommer 2018 wurden sogar um circa 6 Prozent übertroffen. Schon seit Beginn dieses Jahres erzeugen Photovoltaik-Anlagen mehr Strom als im Vorjahr. Es wurden insgesamt 28,3 TWh Strom eingespeist, was einer Steigerung um 2,9 Prozent entspricht (Januar bis Juli 2018: 27,5 TWh).

Ebenfalls konnte die Stromerzeugung aus Windenergieanlagen zulegen. Die Einspeisung aus Windenergie an Land (Wind Onshore) erhöhte sich in den beiden vergangenen Monaten um 20,5 Prozent auf 10 TWh gegenüber 8,3 TWh im Jahr zuvor. Im Zeitraum von Januar bis Juli 2019 betrug die Einspeisung etwa 58,7 TWh und ist somit 18,5 Prozent höher als im Vergleichszeitraum 2018.

Der Anstieg der Stromerzeugung aus Windenergie vor der Küste (Wind Offshore) war sogar noch höher: Es wurden in den Monaten Juni und Juli 2019 insgesamt 3,1 TWh eingespeist. Das ist ein Zuwachs um mehr als die Hälfte der Einspeisung im Vorjahreszeitraum (1,9 TWh). Im Zeitraum von Januar bis Juli 2019 wurden insgesamt 13,3 TWh eingespeist. Dies entspricht einer Erhöhung um circa 35,8 Prozent. Zu berücksichtigen dabei ist, dass im April 2019 mit dem Windpark Arkona vor Rügen der bislang leistungsstärkste Windpark in der Ostsee in Betrieb gegangen war.

Die Grafik zeigt die Stromerzeugung und den Stromverbrauch in den Monaten Juni und Juli. Dargestellt je Datenpunkt sind die gesamte Stromeinspeisung und der Stromverbrauch des jeweiligen Tages. Die höchste Strommenge wurde am 26. Juli erzeugt. Am gleichen Tag wurde auch die höchste Einspeisung während einer Stunde erzielt (nicht dargestellt).

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Am Samstag, den 8. Juni, erzeugten erneuerbare Energieträger von 11.00 bis 12.00 Uhr eine maximale Einspeisung von 55,6 GWh. Das ist mehr als das Doppelte der durchschnittlichen stündlichen Einspeisung in den Monaten Juni und Juli (24,1 GWh).

Auch in der Tagesbetrachtung wurde am Samstag vor dem Pfingstwochenende die höchste Menge Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt: Insgesamt 966 GWh Strom aus erneuerbaren Energiequellen wurden ins Netz eingespeist, davon 613,5 GWh aus Windenergieanlagen (Onshore und Offshore) und 188,9 GWh aus Photovoltaik-Anlagen. Grund hierfür war ein Tief mit Kern über dem Ärmelkanal, das für einen frischen Südwestwind sorgte.

Die geringste Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern gab es am Mittwoch, den 17. Juli, von 21.00 bis 22.00 Uhr mit 7,9 GWh (davon 3,9 GWh von Windenergieanlagen).

In der Grafik zu sehen ist der Tag mit der maximalen Stromerzeugung von erneuerbaren Energien (Samstag, den 8. Juni). Die rote Linie zeigt den Verbrauch an.

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern

Die konventionellen Energieträger haben sich, soweit technisch möglich und ökonomisch sinnvoll, flexibel an die Einspeisung von Erneuerbaren angepasst. Der Minimalwert von konventionellen Energieträgern wurde mit 12,6 GWh am Samstag, den 8. Juni, von 13.00 bis 14.00 Uhr erreicht. Ihr Maximum erreichten die konventionellen Energieträger am Freitag, den 26. Juli von 19.00 bis 20.00 Uhr mit 45 GWh.