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Die Stromerzeugung im Oktober und November

19.12.2018 – Die gesamte Stromerzeugung in Deutschland ist in den Monaten Oktober und November um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Einspeisung von erneuerbaren Energien fiel um 4,6 Prozent. Konventionelle Energieträger haben ihre Einspeisung im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent erhöht.

Die Stromerzeugung im Oktober und November 2018

Die Stromerzeugung in Deutschland aus erneuerbaren und konventionellen Energiequellen betrug in Oktober und November 93,2 TWh. Das sind 1,2 Prozent weniger als im letzten Jahr zur gleichen Zeit. Die höchste Erzeugung in einer Stunde erfolgte am Dienstag, den 20. November, mit 80,4 GWh. Das ist verglichen mit dem Höchstwert im Vorjahr ca. 3,4 GWh weniger. Die niedrigste Erzeugung fand am Sonntag, den 21. Oktober, mit 46,2 GWh statt und liegt damit deutlich über dem Minimalwert des Vorjahres (damals: langes Wochenende).

Herbststürme haben sowohl im Jahr 2018 als auch im Jahr 2017 zu guten Einspeisewerten von Windenergie beigetragen. Im Oktober 2018 wehte insgesamt jedoch weniger Wind als im Vorjahr, so dass  mit 10,7 TWh rund 14 Prozent weniger Windenergie eingespeist wurde als im Vorjahr (12,5 TWh). Im November sah es ähnlich aus. Hier produzierten die Windenergieanlagen mit 9,9 TWh rund 3,2 Prozent weniger als noch im Jahr 2017 (10,3 TWh).

Mehr Strom im Vergleich zum Vorjahr erzeugten im sonnigen Herbst hingegen die Photovoltaik-Anlagen. Mit 2,7 TWh im Oktober und 1,2 TWh im November produzierten sie insgesamt 32,4 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2017 (Oktober 2,1 TWh, November 0,8 TWh).

Die Grafik zeigt die Stromerzeugung und den -verbrauch der Monate Oktober und November. Dargestellt je Datenpunkt sind die gesamte Stromeinspeisung und der Stromverbrauch des jeweiligen Tages. Am 20.11. war die höchste Einspeisung während einer Stunde. Dies spiegelt sich auch in der Einspeisung des gesamten Tages wieder: Auch in der Tagesbetrachtung wurde die höchste Strommenge erzeugt.

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

In den beiden vergangenen Monaten speisten erneuerbare Energien deutschlandweit am Dienstag, den 23. Oktober, die meiste Energie ein. An diesem Tag wehte Sturmtief Sieglinde über das Land und sorgte für eine hohe Einspeisung durch Windenergieanlagen. Erneuerbare Energieträger kamen so in der Spitze zusammen auf eine maximale Einspeisung von 49 GWh in einer Stunde. Das sind 11 Prozent weniger als das Maximum der Vorjahresmonate und mehr als das Doppelte der durchschnittlichen stündlichen Erzeugung mit erneuerbaren Energien in den Monaten Oktober und November (23 GWh).

Die geringste Einspeisung von erneuerbaren Energien in einer Stunde erfolgte am Freitag, den 19. Oktober, mit 7,1 GWh.

In der Grafik zu sehen ist der Tag mit der maximalen Erzeugung von erneuerbaren Energien (23. Oktober). Konventionelle Kraftwerke haben sich an den Bedarf angepasst und ihre Produktion gedrosselt. Die rote Linie zeigt den Verbrauch an.

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern

Die konventionellen Energieträger haben sich, soweit technisch möglich und ökonomisch sinnvoll, flexibel an die Einspeisung von Erneuerbaren angepasst. Der Minimalwert von konventionellen Energieträgern wurde mit 18,6 GWh je Stunde am Feiertag des 3. Oktober erreicht. Ihr Maximum erreichten die konventionellen Energieträger am Donnerstag, den 27. November, mit 62,9 GWh. In dem gleichen Zeitraum speisten Erneuerbare nur knapp 13 GWh ein.