Hinweis: Diese Webseite ist für die von Ihnen genutzte Browser-Version nicht optimiert.

Die Stromerzeugung im August und September 2018

15.10.2018 - Die gesamte Stromerzeugung in Deutschland ist in den Monaten August und September um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Einspeisung von erneuerbaren Energien stieg dabei um knapp 12 Prozent. Konventionelle Energieträger haben ihre Einspeisung im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert.

Die Stromerzeugung im August und September 2018

Die Stromerzeugung in Deutschland aus erneuerbaren und konventionellen Energiequellen betrug im August und September 86,6 TWh. Das sind 3,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die höchste Erzeugung in einer Stunde erfolgte am Dienstag, den 11. September, mit 81,9 GWh. Das ist, verglichen mit dem Stundenhöchstwert des gleichen Vorjahreszeitraums, eine Steigerung um knapp 4 GWh. Die niedrigste Erzeugung in einer Stunde erfolgte am Sonntag, den 16. September, mit 37,5 GWh – damit liegt sie leicht unter dem Minimalwert des Vorjahreszeitraums.

Die Grafik zeigt die Stromerzeugung und den -verbrauch von August und September. Dargestellt je Datenpunkt sind die gesamte Stromeinspeisung und der Stromverbrauch des jeweiligen Tages. Am Dienstag, den 11. September, erfolgte die höchste Einspeisung während einer Stunde. Dies spiegelt sich nicht direkt in der Einspeisung des gesamten Tages wieder: In der Tagesbetrachtung gab es an sechs Tagen eine noch höhere Gesamteinspeisung.

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Der Sommer neigte sich ab September dem Ende entgegen. So kamen zu den ersten herbstlichen Temperaturen auch mehrere windige Tage. Die Tiefdruckgebiete Elena und Fabienne kurbelten die Produktion von Windenergieanlagen an. Das führte dazu, dass erneuerbare Energieträger (insbesondere Wind) in den beiden vergangenen Monaten am Freitag, den 21. September, am meisten einspeisten. Mit 714 GWh während des gesamten Tages produzierten Windenergieanlagen auf dem Meer und an Land ihr Maximum der beiden vergangenen Monate. Photovoltaikanlagen speisten hingegen auf Grund der geringen Sonnenscheindauer 93 GWh ein. Zum Vergleich: Im August speisten PV-Anlagen noch bis zu 225 GWh an einem Tag ein.

Alle erneuerbaren Energieträger zusammen erzeugten am Freitag, den 21. September, 937 GWh. In der Spitze betrug die maximale Einspeisung in einer Stunde 55 GWh. Das sind 1,8 Prozent weniger als das Maximum der Vorjahresmonate. Verglichen mit dem Durchschnittswert aus August und September diesen Jahres (22 GWh) entspricht dies dem 2,5-fachen. Die geringste Einspeisung von erneuerbaren Energien in einer Stunde erfolgte am Dienstag, den 28. August, mit 7,5 GWh bei Sonnenschein, aber wenig Wind in Deutschland.

In der Grafik ist der Tag mit der maximalen Erzeugung von erneuerbaren Energien zu sehen. Konventionelle Kraftwerke haben sich an den Bedarf angepasst und ihre Produktion gedrosselt. Die rote Linie zeigt den Verbrauch an.

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern

Die konventionellen Energieträger haben sich, soweit technisch möglich und ökonomisch sinnvoll, flexibel an die Einspeisung von erneuerbaren Energien angepasst. Der Minimalwert von konventionellen Energieträgern wurde mit 19 GWh je Stunde am Samstag, den 22. September, von 19 bis 20 Uhr erreicht. Ihr Maximum in einer Stunde erreichten die konventionellen Energieträger am Donnerstag, den 13. September, mit 51 GWh. In dieser Stunde speisten Erneuerbare nur gut 9 GWh ein. Zugleich importierte Deutschland 1,3 GWh über den Strommarkt aus den europäischen Nachbarländern.